Gebet PIR von Hazrat Inayat Khan

Du, der Du meinen Sinn inspirierst,
mein Herz tröstest, meinen Geist heilst,
Deine Gegenwart erhebt mich von der Erde zum Himmel.
Deine Worte fliessen wie der heilige Strom,
Dein Gedanke steigt auf wie ein göttlicher Quell,
Deine zarten Gefühle wecken Zuneigung in meinem Herzen.
Geliebter Lehrer, Dein ganzes Wesen ist Vergebung.
Dein durchdringender Blick vertreibt die Wolken des Zweifels und der Furcht,
In Deiner erleuchtenden Gegenwart schwindet alle Unwissenheit.
Neue Hoffnung lebt in meinem Herzen auf,
wenn ich Deine friedvolle Atmosphäre atme.
O inspirierender Führer auf des Lebens verwirrenden Pfaden,
In Dir fühle ich eine Überfülle von Segen.

Amen

Heilgebet von Hazrat Inayat Khan, in einer Variation von Murshida Kamae Amrapali

Geliebter und allmächtiger göttlicher Vater,
geliebte und verkörperte göttliche Mutter,
durch die Strahlen der Sonne,
durch das Leuchten des Mondes,
durch die Kraft der Erde,
durch das Fließen des Wassers,
durch die Wärme des Feuers,
durch die Wellen der Luft,
durch das alles durchdringende Leben im Raum
reinige und belebe uns neu,
und wir beten:
Heile unsere Körper, Herzen und Seelen.

Meine Mutter ruft mich

Meine Mutter mit der braunen Haut und dem grünen Haar,
Meine Mutter, die von der Sonne Erwärmte
und vom Mond Erleuchtete.

Ich sehne mich danach, an ihrer Brust zu liegen
Und mit meinen Fingern durch ihr Haar, das Gras, zu streichen.
Ich sehne mich danach, hinauf zu schauen in das Blau
durch die dürren, schwarzen Zweige ihrer Bäume im Herbst.
Und durch die sanft grünen Teppiche ihres Frühlings.

Meine Mutter ruft mich und sagt: „Kind, Du warst viel zu lang
in den Städten, Du bist viel zu lang auf harten Straßen gegangen,
die doch immer Deine nackten Füße von meinem
lebensspendenden Weg trennen.

Kehr zu mir zurück und ich werde Dir den Himmel zeigen, der sich
in unendlichem Blau über uns erhebt.
Heilen werde ich Dich mit meiner Wärme und in den Schlaf wiegen
mit meinen großen Kiefern, die ihre
Abendsymphonien hauchen.

Komm und lebe mit all den Kreaturen, die für immer einen Platz haben
in meinem ewigen Herzen – mit den Vögeln und den kleinen Tieren
des Waldes und den braven, gutmütigen Hunden.
Sie werden Dir und der Katze, die Deine Stunden königlich schmückte,
keine Fragen stellen.

Doch, doch. Du darfst in die Städte zurückkehren,
um harte Arbeit zu tun,
Denn Leidenschaftliche wie Du können nicht ruhen.

Komm jetzt und leb eine Weile in mir, und ich werde Deinem
fragenden Herzen vom tiefen Frieden des Grenzenlosen
erzählen.

Bleib, oh, bleib eine Weile in meinen Armen, mein Kind.“

Gedicht von Ruth S. Denis, 21. Dezember 1947
aus: „Weisheit Kommt Tanzend“ – Tanz, Spiritualität und Körper,
herausgegeben von Kamae Amrapali Miller

 

Gedicht von Murshid Sam, dem Begründer der Tänze des Universellen Friedens:

It is time for us to learn –
and this is very difficult,
that there is no Ego-personality,
that there is a Great Universal Heart,
which beats in and through us all,
which is the connection of
endless mercy,
wisdom and endless compassion –
the basis of all religions –
from the beginning of time.

Es wird Zeit für uns zu lernen –
und das ist sehr schwierig,
dass es die Ego-Pesönlichkeit gar nicht gibt,
dass da ein Großes Universales Herz ist,
das in und durch uns alle schlägt,
welches die Verbindung
unendlicher Barmherzigkeit,
Weisheit und unendlichem Mitgefühl ist –
die Basis aller Religionen –
von Anbeginn der Zeit.

 

Gedicht von Rabindranath Tagore:

Über viele Jahre und unter grossen Kosten
reiste ich durch viele Länder, sah die hohen Berge,
die Ozeane.
Nur was ich nicht sah,
war der funkelnde Tautropfen
im Gras gleich vor meiner Tür